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Gedenksteine

Kräusleinstein

Der Kräusleinstein ist ein Steinblock mit viereckigem Querschnitt und gewölbtem überstehendem Scheitel. Auf der Südseite ist eingeschlagen:
Ein Blitzstrahl
Schlug sie todt zu Erde
Gieb Gott dass uns
Dies Los nicht werde
Geschehen den 11ten
Juni
1864
Auf der Ost- und Westseite ist je ein lateinisches Balkenkreuz mit kleeblattförmigen Kopf- und Armenden eingearbeitet. Der Stein ist zum Gedenken für die am 11. Juni 1864 verunglückte Louise Luitwine Kräuslein errichtet worden, sicherlich von Familienangehörigen. Im Sterberegister Bachfeld 1808-1875 des Pfarrarchivs Schalkau ist dazu eingetragen: 1864, Louise Luitwine Mitletha Kräuslein ledigen Standes starb am 11. Juni des Nachmittags ½ Uhr von einem Blitzstrahle hinter Bachfeld getroffen und wurde am 13. ejusdems Abend 5 uhr mit Einsegnung beerdigt. Sie war … geboren zu Bachfeld den 2. Juli 1841.

Marterstein

Der Gedenkstein besteht aus einer nach oben deutlich verjüngten Sandsteinplatte mit viereckigem Querschnitt und abgeflachter Scheitelfläche. Ursprünglich sollen ein Spinnrad und eine Jahreszahl auF dem Stein zu erkennen gewesen sein.
Der Überlieferung nach ist an dieser Stelle ein junges Mädchen, das des Nachts von Truckendorf mit dem Spinnrad nach Ehnes ging, von einem eifersüchtigen Burschen ermordet worden.
Diesem Vorfall wurde von einem unbekannten Verfasser eine Moritat vom Marterstein gewidmet, in welcher der Teufel höchstpersönlich das Mädchen misshandelt und zu Tode martert.
Nur knapp drei Kilometer ist der Marterstein von Schalkau in südwestlicher Richtung entfernt und leicht zu erreichen. Er liegt wenige Meter abseits von der gut ausgebauten Verbindungsstraße zwischen Ehnes und Truckendorf.

Die erfrorenen Kinder

Bei diesem Flurdenkmal handelt es sich um einen vermutlich gar nicht oder nur wenig bearbeiteten Kalksteinblock von 43 cm Höhe und 79 cm Breite, der durch eine vertikale Fuge in zwei ungleiche Teile getrennt wird. Das unscheinbare Denkmal ist oberflächig stark verwittert. Mündliche Überlieferungen sollen in der Nähe des Standortes einst zwei Kinder erfroren sein.

Pankraz- Denkmal

Etwas abseits von der Verbindungsstraße zwischen Bachfeld und Mausendorf präsentiert sich seit einigen Jahren das aus Kalkstein errichtete Pankraz-Denkmal wieder in bestem Zustand.
Denkmal und Inschrifttafel haben in den Jahrzehnten seit seiner Errichtung sehr gelitten. Dieser Gedenkstein wurde etwa um 1925 ursprünglich aus vermauerten Kieselsteinen errichtet und bezieht sich auf einen bis heut noch nicht aufgeklärten Mordfall: In der Nacht von 17. Zum 18. August 1918 wurde hier der letzte Herzogliche Leiter des Schalkau Postamtes, Oberpostsekretär Wilhelm Pankraz, von Wilderern bei Ausübung der Jagd in seinem Revier erschossen.
Die Tat erregte großes Aufsehen, doch trotz umfangreicher Verhöre konnte kein Ergebnis erzielt werden, zumal bald darauf in Folge der Novemberrevolution 1918 Deutschland mit dem Zusammenbrechen der alten Ordnung die Ermittlungen eingestellt wurden.

Ida- Denkmal

Aus Anlass der Geburt einer Tochter, welche den Name Ida erhielt, schenkte der Herzog Georg I. von Sachsen- Meiningen im Jahre 1794 der Stadt Schalkau das Gelände des jetzigen Ida- Platzes. Der Platz wurde hierauf eingeebnet und hergerichtet. Schon bald darauf entstand in der Bürgerschaft der Wunsch den Platz mit einem Gedenkstein zu versehen. Der Stein, vom Maurer Johann Reichenbacher hergestellt, wurde kurz vor 1800 gesetzt. Er trägt die Inschrift: VNSERER IDA. MDCCXCIV. Das Denkmal stand ursprünglich in der Mitte des Platzes und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts an den heutigen Standort oberhalb des Ida- Platzes umgesetzt. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde der Platz der Schützengesellschaft zur Verfügung gestellt. Seit dieser Zeit diente er zur Abhaltung von Festlichkeiten. 1952 wurde der Ida Platz neu hergerichtet, bepflanzt und als Stadtgarten der Bevölkerung übergeben.
Pferdekopf
Das aus Sandstein bestehende Denkmal sieht einem Pferdekopf in der Tat sehr ähnlich, in Wirklichkeit stehen wir jedoch einem mittelalterlichen Steinkreuz gegenüber, dem aus unbekannten Gründen schon seit Menschengedenken der nach Süden weisenden Arm und das Oberteil fehlen. Dass es sich hier wirklich um ein Steinkreuz handelt, beweist der alte Name dieses Flurstückes: Am steinernen Kreuz. Bis 1968 stand das Steinkreuz wenige Meter weiter östlich auf der anderen Wegseite, am Feldrand.
Nach der Sage wurde hier im Dreißigjährigen Krieg ein General ermordet, mündliche Überlieferungen berichten davon, dass hier ein Reiter verunglückt sein soll.