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Docken

Gruber Docke

Bei diesem Denkmal handelt es sich um eine etwa einen Meter aus einer quadratischen Grundplatte emporragenden vierseitigen Sandsteinsäule mit abgefasten Kanten, die oben in ein Kopfteil übergeht. Der Scheitel des Kopfteiles weist eine deutliche muldenförmige Vertiefung auf.

Stelzener Docke

Die Stelzener Docke ist wohl die größte und am besten erhaltene der vier Docken im „Schaumberger Land“. Sie besteht aus Sandstein, ihr in eine fast quadratische Grundplatte mittig eingesetzter Schaft erreicht eine Höhe von 162 cm. Die Steinsäule mit achteckigem Querschnitt geht oben in ein gut ausgearbeitetes Kopfteil über. Das Kreuz an der Nordseite des Kopfes wurde 1928 beim Straßenbau eingehauen.
Der Sage nach soll hier an dieser Stelle einmal ein Jude erschlagen worden sein. Es seien dort früher zuweilen des Nachts feurige Männer sichtbar gewesen, und manchmal brauste auch die Wilde Jagd von Bachfeld herauf nach dem Bleß zu. Man erzählt, dass hier in alter Zeit nach Stelzen ziehende Wallfahrer gelagert haben, ihre Gebete verrichtet und Gaben geopfert haben.

Schaumberger Docke

W.Albrecht spricht von einem merkwürdig zusammen gefügten Steinkoloss. Er bemägelt, dass keine Inschrift davon kündet, aus welcher Zeit dieser Stein stammt und auch kein Merkmal zu finden ist, das auf seine einstige Bestimmung hinweist.
Die Sage hat sich des Steins bemächtigt und lässt ihn bald als Geschützdrehstein, bald als Torrasstein wieder auferstehen. Unklar sind diese Begriffe, deshalb gewinnt die Deutung immer mehr an Wahrscheinlichkeit, die in ihm eine alte Wallfahrtsstation erblickt. Zudem ist in einer Urkunde aus dem Jahre 1507 vom „Kreuz im Haynich“ die Rede. Aber eine Wallfahrtsstätte hier auf dieser Burg?
Heutige Heimatforscher und Denkmalpfleger gehen davon aus, dass es sich bei diesem Objekt ohne Zweifel um die Reste einer Docke handelt, der jetzige Standort jedoch sicherlich nicht der ursprüngliche ist.

Welchendorfer Docke

Das Denkmal besteht aus einer etwa 113 cm hohen vierseitigen Sandsteinsäule mit abgefasten Kanten, die oben in einen Kopfteil übergehen. Die Form des Kopfteiles ist recht unregelmäßig. Die Säule ruht mittig in einer quadratischen Grundplatte. Der Standort der Säule ist nicht mehr ursprünglich. Er wurde 1925-30 beim Bau eines Turnplatztes und noch einmal 1954 bei Regulierungsarbeiten geringfügig verändert.
Über die historischen Hintergründe zur Errichtung des Denkmales, volkstümlich als Marterstein bezeichnet, wissen Sage und mündliche Überlieferung verschiedenes zu berichten: Ein Fuhrmann soll hier im Kriege von Soldaten erschlagen worden sein, als er diese nicht habe weiter fahren wollen. Oder: Hier soll ein Fuhrmann samt Tieren verunglückt sein. Ältere Leute aus dieser Gegend sollen aus dem Mund ihrer Vorfahren vernommen haben, dass an dieser Docke die Wallfahrer rasteten, auch beteten, wohl auch gaben opferten.

Schwedenstein

Dieses Flurdenkmal gehört zur Kategorie der Kreuzsteine. Es besteht aus einer Sandsteinplatte mit viereckigem Querschnitt und gerundetem Scheitel. Auf der Ostseite der64 cm hohen und 53 cm breiten Platte ist ein Malteserkreuz etwa 2 cm plastisch herausgearbeitet. Oberflächige Verwitterung und Moosbewuchs machen das Erkenne dieser Form allerdings recht schwierig, zudem ist der Stein selbst ungleichmäßig und uneben zugehauen. Die mündliche Überlieferung erzählt, dass an dieser Stelle ein schwedischer Soldatenjunge wegen einer Dieberei von einem Baum erschlagen worden ias. Oder. Im Dreißigjährigen Krieg soll hier ein Postillion erschlagen worden sein. Oder: Man erzählt, dass ein schwedischer Offizier hier begraben liegt.